Trauriger Abschied und Freude nach 31 gemeinsamen Jahren

Am 24. Juni feierte der Marienheimer Pfarrer Hartmut Dusse seinen 65. Geburtstag und wurde in den Ruhestand verabschiedet

Pfarrer Hartmut Dusse mit einem speziellen Abschiedsgeschenk.

Nach dem Gottesdienst gab es Glückwünsche aus der Politik und Ökumene und vor allem von seiner Gemeinde und Kirche.
Die stellvertretenden Vorsitzende des Presbyteriums schildert die feierliche Verabschiedung in einem Artikel für den Gemeindebrief.

Dass Abschiednehmen schwer fällt, war am Sonntag, den 24. Juni im Gottesdienst in unserer Marienheimer Kirche nicht zu übersehen. In einer letzten Predigt als Gemeindepfarrer fesselte Pfarrer Dusse, wie schon so oft, unsere Gemeinde, die an diesem besonderen Tag, zusammen mit vielen Gästen aus Nah und Fern, ihrem Pfarrer die Ehre bei seiner Verabschiedung in den Ruhestand erwies. In der voll besetzten Kirche umrahmten die Organistinnen Cornelia Golling und Brigitte Bauer, sowie der Posaunenchor unter Leitung von Markus Bitterwolf den Gottesdienst mit festlicher Musik. Und dann war der Moment des offiziellen Abschiedes gekommen. Presbyterin Waltraud Götz dankte Pfarrer Dusse für seinen Dienst in der Gemeinde: „…. Vieles, was den Dienst eines Pfarrers ausmacht, geschieht im Verborgenen. Erst recht sind die Früchte seines Wirkens nicht immer sichtbar vor Augen. Am Beginn Deines Dienstes in dieser Gemeinde haben wir mit Dir um den Segen Gottes gebetet. Wir danken Gott für alles, was er durch Dich unter uns getan hat…“
Ein herzliches Dankeschön ging auch an Ute Dusse, die ihren Mann stets unterstützte und als Pfarrfrau vorbildlich an seiner Seite war.

Präses Simon Froben dankte Pfarrer Dusse im Namen der Reformierten Kirche für 31 Jahre Dienst in der Marienheimer Gemeinde und überreichte ihm anschließend die Urkunde über die Versetzung in den Ruhestand.

Für unseren Pfarrer und seine Familie, aber auch für uns, als Gemeinde, war dies wohl ein bewegender Moment, schließlich waren die „Dussens“ 31 Jahre Teil unserer Gemeinde, sei es kirchlich, sei es privat, und begleiteten viele Familien über Generationen hinweg auf ihrem Weg.

Aber es war ja nicht nur ein wehmütiger Abschied, sondern Hartmut Dusse durfte an diesem Tag auch seinen fünfundsechzigsten Geburtstag feiern.
Dass der Posaunenchor ihm nach dem Gottesdienst vor dem Gemeindehaus ein zünftiges Geburtstagsständchen spielte, trug sicher dazu bei, dass auch die fröhliche Seite in unserem Pfarrer wieder zum Vorschein kam und Gedanken der Besinnung und Wehmut vertrieb. Jedem Abschied wohnt auch ein Neuanfang inne und so begaben die Gottesdienstbesucher in das Gemeindehaus, um sowohl Geburtstag, wie auch den Eintritt ins Pensionsalter zu „feiern“.

Beim gemeinsamen Mittagessen und Kaffeetrinken, bei Gesprächen und Musik sollten wir noch einmal ein paar Stunden der Geselligkeit und des Miteinander mit unserer Pfarrfamilie erleben.

Waltraud Götz begrüßte im Namen des Presbyteriums die Gäste und gab in ihrer Ansprache noch einmal einen kurzen Einblick in das Wirken des Gemeindepfarrers, wobei sie sowohl für ihn, wie auch für Ute Dusse, Worte der Anerkennung und des Dankes fand. Neben einem „speziellen“ Geschenkkorb von der Gemeinde überreichte das Presbyterium auch „Zeit“ in Form eines Unikat-Fotoalbums über 31 Jahre „Ära Dusse“ in Marienheim und dokumentierte darin in lockerer Folge Momente aus dem Gemeindeleben, wie auch Erlebnisse während einiger Studienfahrten.

Dass Oberbürgermeister Dr. Bernhard Gmehling in seiner Ansprache Pfarrer Dusse als rheinhessischen Marienheimpatrioten nannte, traf den Nagel auf den Kopf und so brachten seine Glückwünsche im Namen der Stadt Neuburg sowohl unseren Pfarrer, wie auch die zahlreichen Gäste, zum Schmunzeln.
Landrat Roland Weigert überbrachte ebenfalls mit humorigen Worten die Glückwünsche des Landkreises und würdigte, wie auch der OB, das Wirken des Marienheimer Geistlichen in Marienheim, Neuburg und darüber hinaus.

Präses Simon Froben überbrachte Grußworte der Bayerischen Reformierten Kirche und des Moderamens und bedankte sich für die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit mit einem Geschenk. Pfarrer Dieter Krabbe aus Nürnberg, Dekan i.R. Karl-Heinz Wendel, Pfarrer Wiendl aus Karlshuld und Geistlicher Rat Pfarrer Bullinger sprachen als Geistliche und fanden zum Teil sehr persönliche und freundschaftliche Worte, die das gute Miteinander in ökumenischem Sinn betonten.

Auch der Kinderkreis unter Leitung von Andrea Vogl und Ria Elias reihte sich in die Schar der Gratulanten und Abschiednehmenden ein und schenkte ihrem Pfarrer einen „Regenbogen“ aus guten Wünschen.

Pfarrer Dusse durfte noch viele Glückwünsche zum Geburtstag und gute Wünsche für die Zukunft entgegennehmen und so umgab ihn und seine Frau Ute ein großer Kreis von Vertretern der reformierten, lutherischen und katholischen Kirchen, von Gemeindegliedern, Familie und Freunden und als er von Tochter Christiane aufgefordert wurde, den Marsch „Märkische Heide“ zu dirigieren und so seinen geliebten Posaunenchor auf Trab zu bringen, da blitzte trotz aller Wehmut schon wieder das allvertraute Lachen aus seinen Augen.

Die Verlesung der Urkunde zum Eintrit in den Ruhestand durch Präses PFarrer Simon Froben, links Presbyterin Waltraud Götz
Präses Froben überreicht ein Buch als Geschenk
Assessorin Pfarrerin Heike Blikslager im Gespräch mit Prof. Alasdair Heron
Ein angemessenes Standbild zum Abschied

Waltraud Götz
Eine neue Pfarrerin oder ein neuer Pfarrer soll die Nachfolge für Hartmut Dusse antreten

Eine halbe Stelle, ein frisch renoviertes Pfarrhaus und optimale Arbeitsbedingungen locken an den Rand des Donaumoos. Ökumene wird hier groß geschrieben.
Die Pfarrstellenausschreibung des Presbyteriums als PDF
Nach 31 Jahren im Dienst der Gemeinde Marienheim

Am 24. Juni, genau an seinem 65. Geburtstag, findet in der Kirche in Marienheim (Neuburg/Donau) die Verabschiedung des langjährigen Pfarrers Hartmut Dusse statt. Von 2001 bis 2008 war er zudem Assessor im Moderamen der Evangelisch-reformierten Kirche in Bayern.