Warten auf Anklageerhebung

Sachstandsbericht über Finanzskandal

Nach unbestätigten Berichten wird die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft in absehbarer Zeit fertig. Darüber, ob aus dieser neue Erkenntnisse zu erwarten sind, gibt es jedoch keine Hinweise.

Eigene Recherchen haben bestätigt, dass Günther Hetschko allem Anschein nach von Anfang an mit betrügerischen Mitteln gearbeitet hat. In den Unterlagen finden sich gleichlautende Verträge mit nachträglichen Veränderungen, gefälschte Unterschriften und Zitate von Beschlüssen des Synodalausschusses, die es nie gegeben hat.

Verhandlungen im Gange

Die Verhandlungen mit den noch greifbaren Schuldnern und mit Banken, bei denen Konten gepfändet sind, sind in vollem Gange. Die insgesamt größeren Summen, die zum Teil direkt auf Konten im Ausland verschoben worden sind, müssen dagegen wohl als endgültig verloren gelten. Ein Versuch, über ein renommiertes Inkassounternehmen diese Beträge wenigstens teilweise zu sichern, ist an den Rechtsverhältnissen in den betreffenden Ländern gescheitert.

Geduldsprobe

Sollte die Anklageschrift in den nächsten Wochen fertig sein, wird diese zunächst dem oder den Beschuldigten zugestellt. Nach der Stellungnahme der Anwälte und der Benennung von Zeugen, kann dann die Verhandlung eröffnet werden. Bei dem Ausmaß der Akten, wird dieses alles wiederum Zeit brauchen. Ob also der Prozess noch in diesem Sommer oder erst im Herbst eröffnet wird, bleibt abzuwarten. „Allen Beteiligten, auch dem Hauptbeschuldigten Günther Hetschko, wird viel Geduld abverlangt“, so Präses Simon Froben.


Georg Rieger
Ein Kommentar zur Informationspolitik im Finanzskandal

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