arte zeigt Film über die hugenottischen Vorfahren von Pfarrer Hartmut Dusse

Sendetermin 14. Dezember um 8:10 und um 16:55 Uhr

Pfarrer Hartmut Dusse, Marienheim

Ein Filmteam des Bayerischen Rundfunks war im September in der reformierten Gemeinde Marienheim (bei Neuburg an der Donau) und machte Aufnahmen für einen Film über die Hugenotten.

In der Sendereihe X:enius Ahnen geht es am Montag, den 14. Dezember um die Vorfahren des reformierten Pfarrers Hartmut Dusse. Der französisch gesprochene Name [düß] ist schon ein untrügliches Zeichen. Aber die französischen Wurzeln des Marienheimer Pfarrers lassen sich bis zu den Hugenotten zurückführen. "Meine hugenottischen Vorfahren waren immer ein präsentes Gesprächsthema in der Familie. Bereits mein Großvater und mein Vater haben erhebliche Forschungsarbeit auf dieser Ebene geleistet", verriet Dusse der Neuburger Rundschau in einem anlässlich der Dreharbeiten geführten Interview.

Die Vorfahren Hartmut Dusse' kamen in Folge des Edikts von Potsdam über die Grenze nach Deutschland und ließen sich als Tabakbauern in der Uckermark nieder. Das Wohnhaus seiner Ahnen steht noch heute. Dusse ist aber im rheinhessischen Alzey geboren und kam 1981 als Pfarrer ins Donaumoos.

Der Film, der 26 Minuten lang ist, zeigt unter anderem Aufnahmen aus dem Alltag des Pfarrers - auch Ausschnitte aus einem Gottesdienst in der Marienheimer Kirche. Dusse setzt sich persönlich weniger gern mit der Ahnenforschung auseinander. Lieber forscht er über die wirtschaftlichen Folgen der hugenottischen Flüchtlingsströme: "Ihnen haben wir Spargel, Blumenkohl und Weißbrot zu verdanken. Das kannte zuvor in Deutschland kaum einer."


Georg Rieger, Quelle: Neuburger Rundschau vom 15.9.09